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Nikolaustag
Der Nikolaustag wird seit einigen Jahrhunderten am 6. Dezember gefeiert. An diesem einen Tag werden heimlich Äpfel, Nüsse und Schokolade in Stiefel und auf Teller gelegt. Früher wurden in der Nacht auf den 6. Dezember auch Geschenke ausgelegt. Dieser Termin wurde aber ab dem Jahr 1535 auf Weihnachten verlegt. Einige Regionen von Protestanten haben seit dieser Zeit den Nikolaustag wegfallen lassen. Dadurch entstand der Glaube an den Weihnachtsmann, der durch den engen Kamin kommt und kleine Geschenke in Strümpfe legt. Es handelt sich beim Nikolaus um einen sogenannten Einlegebrauch.
Eine Sage erklärt den Einlegebrauch so, dass sich Goldklumpen in Socken verfangen haben, die am Kamin trocknen sollten. Daher kommt es auch das Stiefel oder Schuhe vor den Kamin oder vor die Tür gestellt werden sollen. Strümpfe und Schuhe gelten seither als Behältnisse für Geschenke. Der Einlegebrauch wurde im 17. Jahrhundert von dem Einkehrbrauch abgelöst. Seit dieser Zeit kommt der Nikolaus in die Häuser und beschenkt die Kinder und die Menschen.
Briefe ans Christkind
In der Adventszeit können Kinder und junggebliebene Erwachsene weihnachtliche Briefe direkt an den Weihnachtsmann oder das Christkind senden. In alle Regel werden diese Briefe sogar beantwortet. Wer die Antwort vom Weihnachtsmann oder Christkind rechtzeitig zu Weihnachten haben möchte, sollte seinen Brief spätestens Mitte Dezember absenden.
Die Antwort erfolgt entweder kostenlos oder gegen Rückporto. Meist wird dabei ein standardisierter Vordruck mit kindgerechten, weihnachtlichen Motiven verwendet. Gelegentlich erhalten die Briefeschreiber aber auch ein persönliches Antwortschreiben.
Weihnachtspostämter existieren in mehreren Staaten des deutschsprachigen, skandinavischen und angloamerikanischen Kulturraums. Im deutschsprachigen Raum wurden sie in den örtlichen Postfilialen von einigen kleineren Orten eingerichtet, deren Namen einen bestimmten sprachlichen Bezug zum Weihnachtsfest haben.
Der weihnachtliche Service wird auch von vielen Erwachsenen für Weihnachtsgrüße an Freunde, Verwandte und Bekannte genutzt, denn die meisten Weihnachtspostämter benutzen für die Antwortbriefe weihnachtliche Sonderbriefmarken oder spezielle Stempelabdrücke. Für Briefmarkensammler werden zum Teil auch extra Sonderdrucke herausgegeben, die beim jeweiligen Weihnachtspostamt bezogen werden können.
| Weihnachtspostamt |
Bundesland | Adresse | |
|---|---|---|---|
| Engelskirchen | Nordrhein-Westfalen | An das Christkind, 51777 Engelskirchen |
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| Himmelpfort | Brandenburg | An den Weihnachtsmann Weihnachtspostfiliale 16798 Himmelpfort |
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| Christkinddorf Himmelpforten | Niedersachsen | An das Christkind Postfach 10 01 00 21709 Himmelpforten |
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| Himmelstadt | Bayern | An das Christkind Kirchplatz 3 97267 Himmelstadt |
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| Himmelsthür | Niedersachsen | An den Weihnachtsmann in Himmelsthür 31137 Hildesheim |
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| Himmelreich | Niedersachsen | An den Weihnachtsmann in Himmelreich 31535 Neustadt am Rübenberge |
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| Nikolausdorf | Niedersachsen | An den Weihnachtsmann in Nikolausdorf 49681 Garrel |
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| St. Nikolaus | Saarland | An den Nikolaus, 66351 St. Nikolaus |
Übrigens: Zu Ostern werden Briefe an den Osterhasen beantwortet, wenn sie rechtzeitig an „Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt“ gesendet werden.
In Österreich lautet die Adresse des Christkinds



Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann darf an keinem Weihnachtsfest fehlen, da es sonst keine Geschenke gibt. Es handelt sich hier aber um eine Symbolfigur, die den Kindern Geschenke bringen soll. Diese Tradition ist am meisten verbreitet in Norden, Osten und der Mitte von Deutschland. Hier ist der Weihnachtsmann sehr populär. Er wird als dicker, freundlicher Mann dargestellt, der sehr alt sein muss. Dieses erkennt man an seinen weißen Haaren und dem langen weißen Bart. Er ist bekleidet mit einem roten Mantel, welcher einen flauschigen weißen Fellbesatz hat. Diese Darstellung des Weihnachtsmannes war schon im 19. Jahrhundert bekannt. Hierzu gibt es diverse Postkarten, die Abbildungen von ihm zeigen. Er wird meist mit einem vollen Sack dargestellt, in dem die Geschenke für die Menschen sind.
Weiterhin wird der Aberglaube geschürt, dass der Weihnachtsmann nur den braven und lieben Kindern Geschenke bringt. Die bösen Kinder allerdings gehen leer aus. Bei den meisten Familien kommt der Weihnachtsmann am Heiligen Abend. Andere Familien haben erst am ersten Weihnachtstag, also am 25. Dezember, ihre Bescherung. Ein Weihnachtsmann hat gute und schlechte Eigenschaften, die gut und strafend sind. Hier werden Knecht Ruprecht und der Nikolaus im Weihnachtsmann vereint.