Posts Tagged ‘süßigkeit’

Oktober 20th, 2009

Feiertagsnaschereien aus Zypern

Zypern verbindet man eigentlich eher mti einem Sommerurlaub – dabei hat die Mittelmeerinsel eine lange Tradition in der Sußigkeitenproduktion. Will man auf dem Weihnachtsteller etwas besonderes bieten, können die zypriotischen Spezialitäten mit ungewöhnlichen Namen wie Kiefterka, Soutzoukos und Glyko als Alternative zu Dominostein und Zimtstern dienen.

Kiefterka ist ein süßes Gelee aus gekochtem Traubensaft, das verdickt und in der Sonne  getrocknet wird. Unter Beigabe von Rosenwasser, Zimz und Mastix, das aus Pistazienbäumen gewonnen wird, erhält es einen einmaligen Geschmack. Die Masse bildet auch die Grundlage für Soutzoukos, einer Kette aus Mandeln, die im Traubensatgelee getränkt und anschließend sonnengetrocknet werden. Der Vorgang wird wiederholt, bis  sie einen Durchmesser von etwa zwei bis drei Zentimetern haben. Derartige Bonbons sind über Monate haltbar.

Glyko, entweder kandierte oder in Sirup eingelegte Früchte, sind ein häufiges Gastgeschenk auf Zypern. Die fast reifen Früchte werden – um sie zu härten – in Wasser uns Kalk eingelegt und in Sirup gekocht. Abschließend erhalten Sie durch abwaschen mit Zitronensaft einen schönen Glanz. Empfehlenswert ist insbesondere Glyko Karpouzi, das mit Wassermelonenschalen hergestellt wird..

Neben der Vanille kann auch “Kiouli”, ein typisch zypriotisches Würzkraut, für Weihnachtlichen Geschmack sorgen.

Besonders christbaumtauglich ist Melomakrona. Diese Spezialität bereitet man aus Mehl, Öl, Zucker, Orangensaft und Zimt zu. Der entstehende Teig wird zu Kugeln geformt, gebacken und anschließend mit einem Sirup aus Honig und Zucker getränkt. Vor dem Servieren stretu man gehackte Nüsse oder Mandeln darüber.

Oktober 19th, 2009

Marzipangeschichte(n)

Wer an Weihnachten denkt, denkt auch an Weihnachts-Süßigkeiten, und neben Zimtsternen und Schockolade an Marzipan.

Woher das Marzipan ursprünglich stammt, ist heute nicht mehr eindeutig belegbar – einige Spekulationen scheinen aber teilweise richtig zu liegen. Demzufolge soll Marzipan aus dem Morgenland stammen, weil man dort die typischen Zutaten wie Rosenwasser und Mandeln oft findet. Der Grundstein für die Marzipanrohmasse mit den gehackten Mandeln, Zucker und Rosenwasser könnte hier vor etwa 1000 Jahren gelegt worden sein.

Schon bald wurde das Marzipan in andere Länder eingeführt, aber es blieb weitestgehend unbekannt und war lange Zeit nur Fürsten und hohen Adligen vorbehalten, da der notwendige Zucker importiert werden musste und sehr teuer war. Dies änderte sich aber schlagartig, als man in Europa ein Verfahren entwickelte, mit dem man Zucker innerhalb kürzester Zeit aus Zuckerrüben herstellen konnte.

Heute ist Marzipan in erster Linie eine Süßigkeit, in alten Büchern wird er aber auch als Medizin bezeichnet, weil er kräftigend und stärkend wirkt.