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Sechs Adventswochen
Die Adventszeit ist für einige Menschen so schön, dass sie sich wünschen sie müsste länger dauern.
Es gab früher eine Zeit in der die Adventszeit länger dauerte bis sie einheitlich auf vier Monate festgelegt wurde.
Wie überall bestätigen Ausnahmen die Regel. In einigen Diozösen und in Mailand und der Region Lugano dauert die Adventszeit bis heute sechs Wochen.
Es handelt sich dabei um den ambrosianischen Ritus. In der lateinischen Kirche beginnt die Adventszeit am ersten Sonntag nach dem Martinstag.
Weihnachtsgerüche
Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Gerüche. Wir Menschen verbinden mit den Gerüchen Erinnerungen und Gefühle.
Unter einem frischen Weihnachtsbaum können wir das frische Harz noch gut riechen. Diesen Geruch kann man verstärken indem man einige Tannenbaumnadeln in einer Kerzenflamme verbrennt. Dann durchströmt der Geruch das ganze Zimmer.
Auch die Kerzen selber haben einen ganz eigenen Geruch. Spezielle Duftkerzen können diesen noch intensiver ausströmen lassen.
Räuchermännchen erfüllen denselben Zweck und sind noch dekorativ dazu.
Lebkuchen verströmt einen speziellen Geruch, der eng mit Weihnachten verbunden ist und mit einer guten Stimmung in Verbindung gebracht wird, ebenso wie der Geruch der gebratenen Weihnachtsgans. Weitere kulinarische Gerüche sind im Marzipan zu finden.
Briefe ans Christkind
In der Adventszeit können Kinder und junggebliebene Erwachsene weihnachtliche Briefe direkt an den Weihnachtsmann oder das Christkind senden. In alle Regel werden diese Briefe sogar beantwortet. Wer die Antwort vom Weihnachtsmann oder Christkind rechtzeitig zu Weihnachten haben möchte, sollte seinen Brief spätestens Mitte Dezember absenden.
Die Antwort erfolgt entweder kostenlos oder gegen Rückporto. Meist wird dabei ein standardisierter Vordruck mit kindgerechten, weihnachtlichen Motiven verwendet. Gelegentlich erhalten die Briefeschreiber aber auch ein persönliches Antwortschreiben.
Weihnachtspostämter existieren in mehreren Staaten des deutschsprachigen, skandinavischen und angloamerikanischen Kulturraums. Im deutschsprachigen Raum wurden sie in den örtlichen Postfilialen von einigen kleineren Orten eingerichtet, deren Namen einen bestimmten sprachlichen Bezug zum Weihnachtsfest haben.
Der weihnachtliche Service wird auch von vielen Erwachsenen für Weihnachtsgrüße an Freunde, Verwandte und Bekannte genutzt, denn die meisten Weihnachtspostämter benutzen für die Antwortbriefe weihnachtliche Sonderbriefmarken oder spezielle Stempelabdrücke. Für Briefmarkensammler werden zum Teil auch extra Sonderdrucke herausgegeben, die beim jeweiligen Weihnachtspostamt bezogen werden können.
| Weihnachtspostamt |
Bundesland | Adresse | |
|---|---|---|---|
| Engelskirchen | Nordrhein-Westfalen | An das Christkind, 51777 Engelskirchen |
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| Himmelpfort | Brandenburg | An den Weihnachtsmann Weihnachtspostfiliale 16798 Himmelpfort |
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| Christkinddorf Himmelpforten | Niedersachsen | An das Christkind Postfach 10 01 00 21709 Himmelpforten |
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| Himmelstadt | Bayern | An das Christkind Kirchplatz 3 97267 Himmelstadt |
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| Himmelsthür | Niedersachsen | An den Weihnachtsmann in Himmelsthür 31137 Hildesheim |
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| Himmelreich | Niedersachsen | An den Weihnachtsmann in Himmelreich 31535 Neustadt am Rübenberge |
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| Nikolausdorf | Niedersachsen | An den Weihnachtsmann in Nikolausdorf 49681 Garrel |
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| St. Nikolaus | Saarland | An den Nikolaus, 66351 St. Nikolaus |
Übrigens: Zu Ostern werden Briefe an den Osterhasen beantwortet, wenn sie rechtzeitig an „Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt“ gesendet werden.
In Österreich lautet die Adresse des Christkinds



Die Herkunft unserer Adventskalender
Adventskalender gehören heute für Kinder zu Weihnachten wie der Tannenbaum, beleuchtete Häuser und der Nikolaus. Bei Adventskalendern für Kinder handelt es sich aber eigentlich um eine sehr neue Idee.
Natürlich waren Adventskalender zunächst Zeitmesser. Sie lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, der erste bekannte, selbstgebastelte Adventskalender stammt aus der Zeit um 1850.
Die ersten Varianten aus dem lutherischen Umfeld waren noch sehr einfach. Beispielsweise hängte man nach und nach 24 Bilder an die Wand, oder man führte mit Kreidestrichen Liste. Eine andere Variante bestand darin, daß Strohhalme in eine Krippe gelegt wurden.
Spätere Formen waren die Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde. Dabei handelt es sich usrprünglich um eine skandinavische Tradition dar.
Der erste gedruckten Adventskalender erschien 1904 vom Münchner Verleger Gerhard Lang. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Lang stellte auch schon eine Art Schokoladen-Adventskalender her, das „Christkindleinshaus zum Füllen mit Schokolade“.
Nach 1920 kamen Kalender auf, bei denen man Fensterchen öffnen konnte. Hinter diesen Fenstern war auf einem zweiten, angeklebten Papier ein Bild zu sehen.
Flächendeckend wurde der Adventskalender erst in den 1950er Jahren populär, als er zum Massenartikel und dementsprechend preisgünstig angeboten wurde. Ab 1958 gab es die ersten mit Schokolade gefüllten Kalender.