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Legende zur Nikolausbescherung
Da war ein Nachbar, der drei Töchter hatte, denen er wegen seiner Armut nichts mit ins Leben geben konnte. Als Sankt Nikolaus dies hörte entsetze er sich, ging nachts zum Haus des Armen und warf ihm einen Goldklumpen ins Fenster. Dann verschwand er wieder heimlich.
Als der Arme das Gold am Morgen fand, dankte er Gott und richtete seiner ältesten Tochter eine Hochzeit aus.
Bei der zweiten Tochter verlief es genauso. Als er das Gold fand, dankte er Gott und wollte den edlen Spender, der ihm das Gold schenkte kennenlernen. Der war aber schon verschwunden.
Bei der dritten Tochter warf der Nikolaus das doppelte Gold in den Raum, so dass der Nachbar aufwachte und dem großzügigen Geber folgte um sich bei ihm zu bedanken. Er kniete vor ihm nieder und wollte ihm die Füße küssen.
Der Nikolaus legte ihm auf über die Vorfälle sein ganzes Leben zu schweigen.
Seit dem späten Mittelalter ist es Brauch andere zu beschenken. Am Anfang waren es Äpfel und Nüsse, also lagerfähige Lebensmittel, später wurden auch Spielzeuge verschenkt.
Das Brauchtum stammt aus dem westlichen Münsterland. Dort wird es bis heute gepflegt.